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Digitale Gesundheitskompetenz in Deutschland - gefordert, aber nicht gefördert? Ergebnisse der empirischen Studie TK-DiSK

  • Zusammenfassung Die digitale Transformation gilt in Deutschland als Schlüssel “für Wachstum und Wohlstand” (Digital Gipfel 2018). Neben den vielbehandelten technologischen Voraussetzungen wird die Digitale Gesundheitskompetenz allgemein als eine Grundvoraussetzung für eine demokratische und patientenorientierte Digitalisierung des Gesundheitswesens angesehen. Die Studie „TK-DiSK: Digital. Selbstbestimmt. Kompetent“ hatte das Ziel, die Sichtweisen und Sachstände zentraler Stakeholder im deutschen Gesundheitswesen bezüglich der Digitalen Gesundheitskompetenz zu untersuchen und das Konzept weiterzuentwickeln. In der Dokumentenanalyse, den Umfragen und Interviews zeigte sich ein Paradox: Der Digitalen Gesundheitskompetenz wird ein hoher Stellenwert beigemessen, aber es existieren kaum inhaltliche Auseinandersetzungen mit dem Thema. Unter den interviewten Experten gab es kein geteiltes Verständnis über Inhalte und Zuständigkeiten sowie keine Konzepte für Fördermöglichkeiten. Die Patient*innen-Fokusgruppen machten deutlich, dass die Wahrung und Förderung der individuellen Selbstbestimmung für (potentielle) Nutzer*innen ein zentraler Aspekt bei der Einschätzung digitaler Gesundheitstechnik ist. Der Artikel entwickelt eine zeitgemäße Definition von Digitaler Gesundheitskompetenz und argumentiert für die umfassende gezielte Förderung derselben sowohl bei Individuen als auch bei Organisationen

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Metadaten
Author:Silja SamerskiORCiD, Hardy Müller
DOI:https://doi.org/10.1016/j.zefq.2019.05.006
Parent Title (German):Zeitschrift für Evidenz, Fortbildung und Qualität im Gesundheitswesen
Document Type:Article
Language:German
Year of Completion:2019
Release Date:2024/12/09
Tag:Digitale Gesundheitskompetenz; Digitale Transformation; Patientenautonomie
Volume:144-145
Issue:August
First Page:42
Last Page:51
Institute:Fachbereich Soziale Arbeit und Gesundheit
Research Focus Area:Ressourcenorientierung im Spannungsfeld von Individuum und Gesellschaft (ROSIG)